Kommentare: 1
  • #1

    Brigitte Kraus (Sonntag, 07 Juni 2015 14:22)

    Ja wie soll ich anfangen, hörte nur den Staubsauger brummen, war das das Klingelzeichen zum Anfang.
    Dann waren die Stühle noch nicht am richtigen Platz, Halvor lief hin und her zwischendurch Handy Anruf von Klaus, der nicht rechtzeitig kommen konnte. So mußte er sein Publikum beruhigen, dass Klaus später kommt. Dann endlich machte er den roten Vorhang zur Seite und sein Arbeitszimmer kam zum Vorschein. Lustig und streßig ging es weiter. Ein netter abend ging ganz schnell zu Ende und alle schmunzelten als, sie die Hühnerleiter wieder verließen. Prima gemacht ich sage gute Nacht.

Ein Buch geht auf die Reise

 

 

 

Wir haben am 5.11. eines der spannendsten Projekte, die wir je hatten,  auf den Weg gebracht.

 

An diesem Tag startete das erste der beiden Bücher seine Reise, schließlich sollen die Menschen ja in Zeiten von Corona nicht mehr reisen, aber wie heißt es bei Matthias Claudius, "wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen." Wenn niemand mehr eine Reise tut und keine Kulturveranstaltungen mehr stattfinden, dann wird es wohl recht still. Gut, man soll sich ja auch am besten nicht mehr treffen, dann braucht man sich auch nichts zu sagen, aber es wird auch sehr einsam.

Um dieser Vereinsamung und Stille ein wenig entgegenzuwirken, haben wir uns entschieden 2 leere Bücher auf die Reise zu schicken und Eindrücke zu sammeln. Das eine sammelt unter dem Thema "Kultur", das andere unter dem Thema "in Zeiten von Corona". So füllen sich hoffentlich die Bücher und wenn sie denn eines Tages wieder in unseren Händen sind, haben sie was zu erzählen. Damit es überschaubar bleibt haben wir zur Auflage gemacht, dass sie nur an Menschen aus dem Rheingau-Taunus-Kreis und aus Wiesbaden weitergegeben werden, um einen Bezug zu unserer Region beizubehalten.

 

Das besondere an diesem Projekt ist, wir geben es zur Gestaltung vertrauensvoll in andere, unbekannte Hände und das in einer Zeit, die so von Verunsicherung erfüllt ist.

Wir wissen nicht wer mitgestaltet und auch nicht, wo es sich befindet, außer wir bekommen zufällig eine Rückmeldung und vielleicht einen kleinen Bericht gesendet, aber das geschieht nur auf freiwilliger Basis. Wir müssen vertrauen und hoffen, dass die Bücher spätestens Anfang Februar 2021 den Weg wieder zu uns zurück finden. Erwachsen geworden durch Gestaltung. Dann ist das Projekt aber noch längst nicht zu ende, dann werden wir uns mit all denjenigen treffen, die bis dahin Interesse angemeldet haben, diese 2 Bücher in ihrem bisherigen Werdegang wahrzunehmen, sie auf ihrer Reise zurück zu verfolgen, welche Wege sie gegangen sind, ob sie sich gekreuzt haben u.s.w. Und dann sammeln wir Ideen, wie diese Bücher Grundlage sind oder werden für weitere Projekte. Das Interesse besteht darin, das Projekt möglichst lange in einem Werdeprozeß zu halten, an dem viele mitgewirkt haben und vielleicht nach diesen (Corona)Zeiten sich begegnen.

 

 

 

Dies ist das Buch, das im Beisein des Wiesbadener Kuriers am 5.11.2020 als erstes auf seine Reise ging. Es startete in Wehen.

 

 

Wo es heute ist, das weiß ich nicht.

 

Aber es waren gute, interessierte Hände, in die ich es gab. Ich sollte zuversichtlich sein, dass das Buch auch weiterhin in guten Händen bleibt.

und das ist das andere Buch, das am 7.11. endlich in meine Hände kam, aber das lag nicht am gestaltenden Künstler, sondern dass das eigentlich vorgesehene Buch angeblich bis heute noch nicht in den Laden geliefert wurde. Wie man sieht, es gibt überall Probleme.

 

Nun, morgen wird auch dieses Buch seine Reise antreten und zwar wird es seinen Start in Hennethal nehmen.

 

Die heutige Nacht wird es bei uns verbringen

 

am Freitag, den 13.11. erhielten wir eine wunderbare Nachricht :

Nachricht: Liebe Künstler des Kartenhausensembles,
eine wirklich tolle Idee, zwei Bücher in dieser Zeit auf Reisen zu schicken und damit ein wenig Zeitgeschichte einzufangen und festzuhalten. Gerade in der jetzigen Zeit, in der Kultur danieder liegt und man doch genau jetzt genau sie bräuchte - Kulturstätten, in denen wir zusammenkommen, sich austauschen, einander festhalten und sich gegenseitig stützen könnten. Ich wünsche den beiden Büchern und seinen Nutzern über die sich füllenden Seiten diese Kraft bringende Verbundenheit, der Kultur ein "neues" Medium und den Machern ein herzliches Dankeschön.

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.